Rezension zu "Ein Sommer ohne uns" von Sabine Both

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ein-sommer-ohne-uns-buch-blog-rezensionVerlag: Loewe Verlag    
Erscheinungsdatum: 15. Februar 2016

Preis: 12, 95 €
Seitenanzahl: 238 Seiten
Reihe?: Einzelband

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Bestsellerautorin Sabine Both lebt mit ihren Kindern in der Nähe von Neuss. Mit dem Schreiben von berührenden Romanen hat sie ihren absoluten Traumjob gefunden. Unter dem Pseudonym Franziska Moll erschienen bereits „Was ich dich träumen lasse“ und „Egal wohin“. Auch in ihrem neuen Band geht es um die Spielarten der Liebe und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen.


 Verena schaut gegen die Sonne zur Terrassentür, legt die Hand schützend über die Augen.

Verena und Tom waren ihr Leben lang Nachbarn und kennen sich in und auswendig. Seit Verenas 13. Geburtstag sind die beiden das Traumpaar schlechthin, dass unzertrennlich wirkt.
Dennoch fragt sich Verena häufig, ob sie ihr Leben lang nur einen Partner haben wird. Denn für die beiden 18-jährigen steht fest, dass sie für immer zusammen bleiben.
Nach dem Abi schlägt Verena eine dreimonatige offene Beziehung vor, in der sich jeder ausprobieren kann und neue Erfahrungen sammeln kann. Während der Zeit wollen die beiden aber zusammen bleiben und danach ihre erste gemeinsame Wohnung beziehen.
Aber kann das gut gehen?



"Ein Sommer ohne uns" ... ein Titel, der bei mir sofort sommerliche Assoziationen weckte. Auch das grüne Cover mit den gezeichneten Protagonisten darauf, hat mir richtig gut gefallen.

Das Thema einer offenen Beziehung wird meiner Meinung nach in wenigen Jugendbüchern thematisiert, sodass ich gespannt an die Geschichte heranging.

Mit den beiden Protagonisten Tom und Verena, schafft es Sabine Both zwei Charaktere zu erschaffen, die wie aus dem Leben gegriffen wirken. Ein Pluspunkt des Buches sind definitv die alltäglichen Handlungen und Probleme, die der Geschichte Leben einhauchen.


"Ein Teil von ihr will immer diesselbe bleiben, der andere will sich häuten und neu werden."


Dennoch gibt es einige Aspekte, die die Geschichte schwächen. Zum einen war dass die Jugendsprache, die meiner Meinung nach, ein wenig zu gewollt von der Autorin benutzt wurde.

Der Schreibstil der Autorin ist ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig. Sabine Both schreibt mit sehr kurzen Sätzen, die den Stil oft abgehackt wirken lassen. Ich persönlich konnte mich mit dem Schreibstil anfreunden, weil er dem Leser viel Raum für seine eigene Fantasie lässt. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass einige den abgehackten Schreibstil nicht mögen werden.

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"Ein Sommer ohne uns" ist aus der Er- bzw. Sie-Perspektive von Tom und Verena geschrieben. Einerseits ist das natürlich perfekt, um sich in beide Protagonisten einzufühlen. Mir hätte aber eine Ich-Erzählung besser gefallen, um den Protagonisten noch näher zu kommen.

Die Handlung an sich ist recht vorhersehbar, wobei sie mir teilweise als zu vollgepackt vorkam.

Was mir wiederum gut gefallen hat, waren die Gedanken rund um die Zeit nach dem Abi und die offene Beziehung an sich.
Insgesamt ließ sich die Geschichte sehr leicht und schnell lesen, was sie zu einem netten Jugendbuch für zwischendurch macht, auch wenn meine Erwartungen nicht komplett erfüllt wurden.


"Ein Sommer ohne uns" liest sich besonders durch den abgehackten Schreibstil sehr schnell. Auch wenn mir die Zukunfts-Gedanken und das Thema "offene Beziehung" gefallen hat, konnte mich das Jugendbuch nicht richtig überzeugen.
Die Handlung ist ziemlich vollgepackt, und vor allem die Perspektiven in der dritten Person störten mich beim Lesen.
Als Sommerlektüre für zwischendurch ist "Ein Sommer ohne uns" dennoch ein nettes Jugendbuch für zwischendurch.



"Nur ein Paar, das so fest verbunden ist wie sie, kann es sich leisten, an einer Kreuzung nicht gemeinsam abzubiegen."

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5 Kommentare

  1. Schon wieder lese ich, dass das Buch zu vollgepackt wurde :/ Aber irgendwie reizt es mich doch noch, es zu lesen, weil ich unbedingt wissen will, was dieses "vollgepackt" heißen soll :D
    Schade, dass es dir nicht gefallen hat.
    Liebst, Lara.

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  2. Hallöchen Hannah,
    genau durch den Schreibstil den du ihr beschreibst, habe ich das Buch ganz kurz nachdem ich es begonnen hatte gleicch wieder abgebrochen. Das ging für mich gar nicht. Ich kam mit dem Schreibstil nicht zurecht und alles war so monoton und komisch. :( Nee, nee. Dabei hatte ich mir vom Inhalt her sehr viel davon versprochen.

    Liebst, Lotta

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  3. Ich habe es noch nicht gelesen ... finde deine Rezi aber richtig gut und lass mal nen like da :D

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  4. Schade, dass dir das Buch nicht so zugesagt hat! Ich werde es wohl zumindest in der nächsten Zeit nicht lesen, obwohl ich es online habe...

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  5. Schöne Rezension, auch wenn dir das Buch nicht so gut gefallen hat. Das Cover von dem Buch finde ich total schön, aber der Klappentext hat mir überhaupt nicht zugesagt.

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